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Produktbeschreibung
The selected letters of Walter Eucken from the years 1933 to 1945 shed light on previously unknown aspects of his biography and offer insights into a range of personal and academic relationships that were of great significance for the genesis of his work as well as for the formation and activities of the Freiburg School and the Freiburg Circle. The letters are an important source for the genesis of Eucken’s two major works. They make it evident how and why, in the mid-1930s, he abandoned his plan to write a „Theoretical Economics“ and instead focused entirely on the „Foundations of Economics.“ The letters also reveal how his work on the „Foundations“ led him to the later, posthumously published „Principles of Economic Policy.“ For many questions concerning the history of ordoliberalism and Eucken’s biography and works, the letters are the decisive source. They show his conduct during the processes of political conformity in 1933/34 and provide an impression of Eucken’s assessment of the general political situation and of specific political events. In some draft letters, Eucken’s criticism of Nazi policies becomes openly visible. Some letters hint at the threats he and his family faced under the Nazi regime and the depth of his engagement with the basic tenets of Nazi conceptions of science. The letters also make clear his reflections on religion and worldview and their relationship to science. The letters make it possible to trace Eucken’s path toward his understanding of order and „ordo“ as well as the relationship between freedom and order. It becomes evident that Eucken’s and the ordoliberal school’s essential conception of order and freedom was a direct result of their confrontation with National Socialism.
Die ausgewählten Briefe von Walter Eucken aus den Jahren 1933 bis 1945 erhellen bislang unbekannte Momente seiner Biographie und ermöglichen Einblicke in eine Reihe persönlicher und wissenschaftlicher Beziehungen, die sowohl für die Genese seines Werkes als auch für die Herausbildung und Tätigkeit der Freiburger Schule und des Freiburger Kreises von großer Bedeutung sind. Die Briefe sind eine wichtige Quelle zur Entstehungsgeschichte der beiden Hauptwerke Euckens. Es wird deutlich, wie und warum er Mitte der 1930er Jahre den Plan, eine „Theoretische Nationalökonomie“ auszuarbeiten, aufgibt und sich ganz auf die „Grundlagen der Nationalökonomie“ konzentriert. Anhand der Briefe lässt sich zudem erkennen, wie ihn die Arbeit an den „Grundlagen“ zur Arbeit an den später postum erschienenen „Grundsätzen der Wirtschaftspolitik“ führt. Für eine Reihe von Fragen zur Geschichte des Ordoliberalismus und zu Euckens Biographie und Werk sind die Briefe die entscheidende Quelle. Sie zeigen sein Verhalten in den Gleichschaltungsprozessen 1933/34. Sie vermitteln einen Eindruck von Euckens Einschätzung der allgemeinen politischen Lage und einzelner politischer Ereignisse. In einigen Briefentwürfen tritt Euckens Kritik an der Politik des NS offen zutage. Einige Briefe deuten an, welchen Bedrohungen durch das NS-System er und seine Familie ausgesetzt waren und in welcher Tiefe er sich mit den Grundzügen des NS-Wissenschaftsverständnisses auseinandersetzt. In den Briefen werden seine Gedanken zur Religion und Weltanschauung und deren Verhältnis zur Wissenschaft deutlich. Anhand der Briefe lässt sich Euckens Weg zu seinem Verständnis von Ordnung und Ordo sowie zum Verhältnis von Freiheit und Ordnung nachvollziehen. Hier wird deutlich, dass das für Eucken und den Ordoliberalismus wesentliche Ordnungs- und Freiheitsverständnis ein Ergebnis der direkten Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus ist.






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