Stakeholderbeteiligung im Aktienrecht
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Stakeholderbeteiligung im Aktienrecht

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Produktbeschreibung

The question of whether and how sustainability and public-interest objectives can be achieved through the regulation of corporate governance lends a new dimension to the academic debate on corporate governance. One aspect of the current discussion lies in the increasing calls for management concepts that take into account the interests of all a company’s stakeholders not only those of its shareholders. This reorientation of the corporate governance concept is not limited to discussion forums and position papers. With the Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD), adopted by the European legislator in implementation of the European Green Deal , the reality for many companies is already changing. For the first time, beyond employee co-determination, the CSDDD introduces a statutory obligation to involve stakeholders. In light of this development, German stock corporations and their (legal) advisors face the question of how stakeholder involvement can be implemented in practice. This raises legal issues due to the binding framework governing stock corporations. How much room does the mandatory allocation of competences under the German Stock Corporation Act leave for stakeholder involvement? Do other statutory requirements impose limits on such participation? The study contributes to clarifying the legal issues associated with stakeholder involvement. It first examines the stakeholder concept and its significance within the current framework of German stock corporation law. It then considers the practical implementation of stakeholder participation in German stock corporations. Building on this, it seeks to answer the legal questions arising from the involvement of stakeholders in internal corporate decision-making processes.
Die Frage, ob und wie Nachhaltigkeits- und Gemeinwohlziele durch Regulierung der Unternehmensführung erreicht werden können, verleiht der wissenschaftlichen Diskussion um Corporate Governance eine neue Dimension. Ein Teilaspekt der aktuellen Debatte liegt in den zunehmenden Forderungen nach Führungskonzepten, die das Wohl aller Anspruchsgruppen eines Unternehmens (sog. Stakeholder ) und nicht nur das der Anteilseigner in den Blick nehmen. Die beschriebene Neuausrichtung des Corporate Governance-Gedankens findet nicht nur in Diskussionsrunden und Positionspapieren statt. Spätestens mit der Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD), welche der europäische Gesetzgeber in Umsetzung des European Green Deal erlassen hat, verändert sich die Realität für zahlreiche Unternehmen. Die CSDDD sieht über die Arbeitnehmermitbestimmung hinaus erstmals eine gesetzliche Pflicht zur Einbeziehung von Stakeholdern vor. Mit Blick auf diese Entwicklung stellt sich deutschen Aktiengesellschaften und ihren (Rechts-)Beratern die Frage, wie die Einbindung von Stakeholdern in der Praxis umzusetzen ist. Dabei werfen die rechtlichen Bindungen der Aktiengesellschaften Fragen auf. Wie viel Raum lässt die zwingende Kompetenzverteilung des Aktiengesetzes für die Einbindung von Stakeholdern? Setzen andere gesetzliche Vorgaben der Stakeholderbeteiligung Grenzen? Die Untersuchung trägt zur Klärung der rechtlichen Fragen bei, welche die Einbindung von Stakeholdern mit sich bringt. Sie arbeitet zunächst den Stakeholder-Gedanken und dessen Bedeutung im geltenden Aktienrecht auf. Anschließend betrachtet sie die gelebte Praxis der Stakeholderbeteiligung in deutschen Aktiengesellschaften. Darauf aufbauend sucht sie Antworten auf die rechtlichen Fragen, die mit der Einbindung von Stakeholdern in gesellschaftsinterne Entscheidungsprozesse verbunden sind.

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